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Der
Nordwesten
Venezuelas Nordwesten umfaßt alle Gebiete nördlich und
westlich der Anden. Dieses riesige Gebiet bedeckt vier Bundesstaaten
des Landes: Zulia, Falcon, Yaracuy and Lara. Zulia, Venezuelas
westlichster Staat, ist bekannt dafür, eines der heißesten
Gebiete Südamerikas zu sein, und produziert 70% des venezolanischen
Öls. Der berühmte Maracaibo-See, mit 12,800 km² der größte
See auf dem Kontinent, liegt ebenfalls in Zulia.
Maracaibo, die Hauptstadt des Bundesstaates Zulia, liegt
am nordwestlichen Ufer des Sees. Hier fanden die spanischen
Eroberer Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci Indianerhäuser
auf hölzernen Pfählen über dem Wasser, was sie an Venedig
erinnerte, weshalb sie dem Land den Namen "Venezuela" gaben,
was soviel wie "kleines Venedig" bedeutet. Maracaibo wurde
1574 gegründet, und baute erfolgreiche Handelsruten mit
den niederländischen Antillen auf. Am 24. Juli 1823 besiegte
die republikanische Marine im Maracaibo-See die spanische
Flotte, was den Unabhängigkeitskrieg endgültig beendete
und die Unabhängigkeit sicherte. Etwa 100 Jahre später wurde
im Maracaibo-See Erdöl gefunden. Maracaibo, das vorher eine
ruhige Kleinstadt war, wandelte sich dann schnell zur wohlhabenden
Erdöl-Hauptstadt Venezuelas.
Heute ist Maracaibo eine moderne, quirlige Stadt mit einer
Skyline, die von Hochhäusern dominiert wird, und einer Bevölkerung
von 1,3 Millionen Menschen. Touristisch ist die Stadt nicht
besonders interessant, obwohl es einige koloniale Gebäude
und verschiedene Museen gibt. Die Jahresdurchschittstemperatur
beträgt 29°C und die Stadt wirkt in der Tageshitze fast
wie ausgestorben. Maracaibo hat einen großen internationalen
Flughafen mit Verbindungen zu allen wichtigen Städten im
Land und es gibt Busverbindungen nach Coro, Caracas, Valera,
San Cristóbal und in die Kolumbianische Stadt Maicao.
Es gibt einige interessante Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
von Maracaibo, aber die beeindruckendste ist sicher die
Rafael Urdaneta Brücke, die größte Hängebrücke der Welt,
die sich 8.679 m über den Maracaibo-See erstreckt, und einen
atemberaubenden Blick über die Stadt bietet. Die Kolonialstadt
Altagracia liegt auf der anderen Seite des Sees und kann
mit dem Boot erreicht werden. Das erst kürzlich restaurierte
und im 17. Jahrhundert zur Abwehr von Piraten erbaute Schloß
San Carlos de Ibarra ist ein ebenso beliebtes Ziel, wie
Ausflüge zu den Öltürmen am nordöstlichen Ufer des Sees.
Das beliebteste Ziel für Touristen ist die Lagune von Sinamaica,
Heimat der Añu-Indianer. Hier kann man noch mehr oder weniger
sehen, was Alonso de Ojedo and Amerigo Vespuci vor mehr
als 500 Jahren gesehen haben
Coro, die Hauptstadt des Bundesstaates Falcón ist eine
schöne, koloniale Stadt, die im Inneren der Halbinsel Paraguana
liegt und eine Bevölkerung von 130.000 Einwohnern hat. Coro
ist das Wort der Arawak für Wind, und der Name kommt von
der ständigen Brise, die durch die antiken Straßen der Stadt
weht. Das 1527 gegründete Coro ist eine der ersten spanischen
Kolonien in Südamerika und war ursprünglich die Hauptstadt
der Provinz Venezuela.Die spanischen Siedler und die Arawak-Indianer
lebten relativ friedlich zusammen, bis die Provinz an die
Deutschen abgetreten und von ihnen ausgebeutet wurde. Die
Stadt verkam, und trotz der Auflösung der deutschen Pacht
im Jahre 1546 erholte sich die Stadt nicht, bis im 18. Jahrhundert
Einkommen aus Schmuggelgeschäften mit den benachbarten Inseln
zum Wiederaufbau verwendet wurden.
Heute ist Coro eine ruhige, kulturelle Stadt. Einige der
beeindruckendsten Beispiele venezolanischer Kolonialarchitektur
sind hier zu finden. So zum Beispiel die älteste Kathedrale
des Landes und das hölzerne Kreuz auf der Plaza de San Clemente.
Das koloniale Zentrum der Stadt ist heute als Nationalmonument
geschützt. Die Stadt hat einen Flughafen mit regelmäßigen
Verbindungen nach Barquisimeto und Caracas, und einen Hafen,
von dem Fähren nach Aruba, Bonaire, Curaçao und zu anderen
Karibikinseln gehen. Es gibt auch Busverbindungen zu allen
größeren Städten. Coro ist ein guter Ausgangspunkt, um die
vielen Nationalparks und Sehenswürdigkeiten der Gegend zu
besuchen. Die verschiedendsten Touren in die Berge und Höhlen
der Sierra San Luis, auf die Halbinsel Paraguaná und in
die Wüste Los Médanos de Coro werden von örtlichen Reiseveranstaltern
angeboten. Man kann auch Autos mieten, und die Gegend auf
eigene Faust erkunden.
Paraguaná ist eine Insel, die mit dem Festland nur durch
eine schmale Sandbank verbunden ist. Es ist die größte Halbinsel
des Landes. Die Landschaft wird hauptsächlich von trockenen
Büschen und Kakteen dominiert, obwohl in der Region auch
der kleine Berg Cerro Santa Ana liegt, dessen Hänge von
dichten Laubwäldern, Nebelwäldern und Gräsern bewachsen
sind. Die Region wurde zum Nationalmonument erklärt, und
beheimatet viele Tierarten wie die Bergkatze, Ozelots und
zahllose Vogelarten. Vom Gipfel hat man einen wunderschönen
Panoramablick auf die Inseln. Unterhalb stehen die Hausdächer
der kleinen Dörfern in starkem Kontrast zu dem Schwarz der
Ölraffinerien an der Küste. In der Ferne kann man einsame
Strände, Mangrovensümpfe, Karibikinseln und die rosafarbenen
Wasser der Salzminen sehen. Punto Fijo ist die größte Siedlung
auf der Halbinsel und bietet einige Hotels, gute Straßenverbindungen
und ein Busterminal mit Verbindungen zu allen wichtigen
Städten. Im benachbarten Las Piedras gibt es einen Flughafen,
von dem Flüge nach Aruba, Curaçao und zu verschiedenen venezolanischen
Städten gehen. Geführte Touren auf der Halbinsel stehen
ebenso zur Verfügung, wie Autovermietungen, Busse und Taxi
zur individuellen Erkundung der Gegend. Paraguaná ist auch
bekannt für seine guten Windsurfbedingungen.
Der schöne Staat Lara ist das Herz von Venezuelas Nordwesten.
Reiche Täler und Hügel verschmelzen mit Bergen und bilden
den Anfang der Anden. Große Teile der beeindruckenden Landschaft
sind unter Naturschutz gestellt, und es gibt fünf Nationalparks
innerhalb des Staates. Die Haupstadt Laras, Barquisimeto,
hat 730.000 Einwohner, was sie zur viertgrößten Stadt Venezuelas
macht. Am Fuße der Anden liegend ist es eine trockene, heiße
Stadt, mit einer Durchschnittstemperatur von 25 ºC. Barquisimeto
ist wirtschaftlich von großer Bedeutung und hat eine turbulente
Vergangenheit. Die Stadt wurde 1552 gegründet, aber schon
kurz danach von einem Feuer komplett zerstört. Die Stadt
wurde insgesamt drei Mal an anderen Stellen wieder aufgebaut,
bis sie 1563 am heutigen Platz dauerhaft errichtet wurde.
Die Entwicklung ging nur langsam voran, da die Indianer
der Gegend den Siedlern sehr feindseelig gegenüber standen.
Es gibt nur wenig Zeugen dieser Zeit, da ein Erdbeben 1812
fast alle koloniale Bauten der Stadt zerstörte.
Wie in vielen Städten Venezuelas wurde in Barquisimeto
in den letzten Jahren heftig modernisiert. Die Stadt hat
verschiedene Parks, Museen, Hotels und Restaurants. Es gibt
einen internationalen Flughafen mit Flügen nach Nordamerika,
Caracas, Margarita und verschiedene andere Städte in Venezuela.
Die Busverbindungen sind sehr gut, und Barquisimeto ist
auch auf der einzigen Zugverbindung Venezuelas von Puerto
Cabello aus erreichbar. Es werden nur wenige Ausflüge in
die Umgebung angeboten, aber mit Mietwagen und den guten
Busverbindungen kann man auf eigene Faust Touren unternehmen.
Südwestlich der Stadt liegt das Quibor-Tal, wo Besucher
Handarbeiten wie Decken, Hängematten, Holzschnitzereien
und Töpferwaren in den indianischen Gemeinden kaufen können.
Yaracuy ist ein kleiner, wenig bekannter Staat zwischen
den Anden und der Küste. Die Hauptstadt ist die nette Stadt
San Felipe, die 1729 als San Felipe el Fuerte gegründet
wurde. Einst war die Stadt ein bedeutendes Handelszentrum,
wurde aber 1812 bei einem Erdbeben zerstört. Heute können
Überreste der zerstörten Stadt im Park El Fuerte besichtigt
werden. Besser bekannt ist allerdings die Stadt Chivacoa
durch ihren María Lionza Kult. Der Kult, der in dem Ruf
steht Wünsche zu erfüllen, ist eine Mischung aus indianischen
und christlichen Bräuchen, beeinflusst von afrikanischem
Voodoo und Zauberei. Der Glaube an den Kult ist in ganz
Venezuela verbreitet, und die Menschen kommen von Nah und
Fern, um der göttlichen María Lionza zu huldigen.
Zulias Bevölkerung, die Zulianos, sind bekannt für ihren
Sinn für Humor und ihre Volksmusik. Die traditionelle Musik
des Staates ist die Gaita, improvisierte Gesänge zur 4-Saitigen
Gitarre und Kürbisrasseln (maracas). Die Gaita wird in Zulia
das ganze Jahr über bei Festen aufgeführt, und hat sich
mittlerweile auch zur traditionellen Weihnachtsmusik ganz
Venezuelas entwickelt.
Im Nordwesten Zulias leben die Guajiro-Indianer, der größte
Stamm in Venezuela. Die Guajiro leben in einer matriarchalischen
Gesellschaft, und ziehen, durch die Wasserknappheit auf
der Halbinsel bedingt, umher. Man sieht sie oft in Maracaibo
in ihrer traditionellen Kleidung. Die Frauen in langen,
bunten Kleidern und die Männer im Lendenschurz. Viele von
ihnen leben von Handarbeiten. Sie weben Teppiche, Tücher
und Hängematten, die sie auf Guajiro-Märkten und in Souvenirläden
verkaufen.
| National
Parks im Nordwesten |
top |
Der Nationalpark Morrocoy liegt an der
Ostküste des Staates, zwischen den Städten Chichiriviche
und Tucacas. Morrocoy wurde 1972 Nationalpark und umfaßt
malerische Strände, Inseln, Korallenriffe, Kokoswälder und
Mangroven innerhalb seiner 32.090 ha Küsten- und Meeresgebiet.
Für weitere Informationen über die Inseln des Parks klicken
Sie bitte auf den folgenden Link zu den Karibikinseln.Anschließend
an den Park befindet sich das Cuare Wildlife Sanctuary,
eines der größten Vogelreservate der Welt. Es ist die Heimat
von etwa 80% der venezolanischen Seevögel und 70% der Zugvogelarten.
Reiher, Flamingos, Ibisse, Tölpel, Pelikane, Kormorane,
Habichte und Kolibris sind nur einige von ihnen. Die Gegend
beherbergt aber nicht nur viele Vogelarten, auch Säugetiere
wie der Jaguar, Brüllaffen, Ameisenbären, Waschbären Opossums,
Wildmeerschweinchen, Ozelots und Bergkatzen sind dort zu
finden.
Der Park kann von Cichiriviche oder Tucacas aus erreicht
werden. Für Besucher stehen auch Wassersportarten wie Wasserski,
Schnorcheln, Tauchen und Segeln zur Verfügung.
Médanos de Coro ist die einzige Wüste Venezuelas und wurde
1974 zum Nationalpark erklärt. Sie liegt auf dem Istyhmus
von Médanos und bedeckt 91.280 ha Wüsten- und Küstengebiet.
Massive Sanddünen, bekannt als Médanos können eine Höhe
von bis zu 40 m erreichen, und ändern durch die Winde in
der Region immer wieder ihre Gestalt. Es fällt nur sehr
wenig Regen, weshalb sich die Vegetation auf einige Dornenbüsche
beschränkt. Ebenso ist die Fauna nicht sehr reich, es leben
nur einige Echsenarten, Hasen, Füchse, Tauben und Falken
in der Gegend. Besucher können die Dünen auf einem Kamelritt
erforschen, und der Park kann leicht per Bus oder Taxi von
Coro aus erreicht werden.
| Naturreservat
Ciénaga De Los Olivitos und Nationalpark Ciénagas del
Catatumbo |
National
Parks |
Ökotourismus in der Umgebung des Maracaibo-Sees steckt
immer noch in den Kinderschuhen, obwohl Ausflüge zum Nationalpark
Ciénagas del Catatumbo und ins Naturreservat Ciénaga De
Los Olivitos angeboten werden. Beide bieten eine große Vielfalt
an Tierleben. Los Olivitos wurde im Jahre 1986 zum Naturreservat
erklärt und seltene Tierarten wie Seekühe, Küstenaligatoren
und Wasserschildkröten leben innerhalb der 26.000 ha großen
Meeres- Küsten- Süßwasser- und Mangrovenumgebung. Das Reservat
ist auch Heimat einiger Zugvogelarten, wie z.B. den Flamingos.
Der Nationalpark Ciénagas del Catatumbo umfaßt eine Fläche
von 269.400 ha und liegt am südwestlichen Ufer des Sees
zwischen den Flüßen Catatumbo und Santa Ana. Das Gebiet
wurde 1991 zum Nationalpark erklärt, um die Sümpfe und Feuchtgebiet-Lebensräume
dieser Region zu schützen. Der Park beheimatet sehr viele
Vogelarten, wie Reiher und Störche. Säugetiere wie das Capybara
(Wasserschwein), Waschbären und Süßwasserdelphine leben
ebenfalls in dieser Region.
Der Nationalpark Perijá liegt südwestlich des Maracaibo-Sees
und umfaßt 295.288 ha der Serranía de Perijá welche entlang
der kolumbianischen Grenze verläuft. Der Park hat eine atemberaubende
Topografie. Die Berge steigen abrupt vom Tiefland von Maracaibo
auf eine Höhe von bis zu 3.500 m (Pico Tétari) an. Die dichte
Vegetation in den Regen- und Nebelwäldern, Hochlandmooren
und der subalpinen und alpinen Tundra beheimatet eine großartige
Flora. In der Tierwelt sind unter anderem der Brillenbär
sowie Kapuziner- und Brüllaffen zu finden. Man kommt auf
der Straße von Maracaibo aus in den Nationalpark, es werden
aber auch geführte Touren angeboten. Campen ist im Park
erlaubt.
Südlich von Coro liegen die Berge der Sierra de San Luis,
von denen 20.000 ha zum Nationalpark erklärt wurden. Die
gesamte Sierra liegt auf einer Kalksteinbasis, die von einem
System von Höhlen und unterirdischen Flüssen unterwandert
ist. Unter ihnen der größte Unterirdische See des Landes,
die Cueva del Río Acarite. In dem Park liegen die Wasserreserven
der Halbinsel Paraguaná. Tropische Nebelwälder bedecken
die Täler und Berghänge, was ideale Lebensbedingungen für
eine reiche Tierwelt, unter anderem für die Fettvögel (guácharo)
und die Bergkatze schafft. Der Park kann von Curimagua aus
erreicht werden, wo man auch Unterkünfte und Reiseveranstalter
finden kann.
Weiter im Südosten liegt der kleinere Nationalpark Cueva
de la Quebrada del Toro. Der Park ist berühmt für sein ausgedehntes
Höhlensystem mit beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten.
Die größte Höhle, die Cueva del Toro ist 1.200 m lang und
beherbergt den Fettvogel (guácharo) und viele Arten von
Fledermäusen. Viele der Höhlen haben unterirdische Flußläufe,
unter ihnen auch zwei riesige, über 200 m lange Reservoirs,
die mit dem Boot erreicht werden können. Um in die Höhlen,
die mit dem Geländewagen von Santa Cruz de Bucaral aus
zu erreichen sind, zu gelangen ist ein Führer notwendig.
Grenzüberschreitend von Lara nach Yaracuy erstreckt sich
der Nationalpark Tiruga, der den westlichen Teil der Küstenkordilliere
umfasst, die eigentlich ein kleiner Ausläufer der Anden
ist. Die Landschaft besteht aus Savannen und Wäldern. Verschiedene
Flüsse fließen durch den Park, die alle ins Orinokobecken
münden. Kapuziner- und Brüllaffen sind ebenso zu finden,
wie eine reichhaltige Flora. Der Park kann über verschiedene
Straßen aus den umliegenden Städten erreicht werden.
Der Nationalpark Terepaima liegt südlich von Barquisimeto
am Fluß Río Amarillo (Gelber Fluß) im Staat Portuguesa.
Der Park bedeckt eine Fläche von 16.971 ha Savannen- Regenwald-
Nebelwald- und Berglandschaft und ist ein wichtiges Wasserreservoir.
Pumas, Ozelots, Opossums, Affen, Stinktiere, Tapiere und
Faultiere können ebenso gefunden werden, wie unzählige Vogelarten.
Der Park kann von Barquisimeto aus über die Straße erreicht
werden, und bietet Campingmöglichkeiten.
Der Nationalpark El Guache bedeckt eine Fläche von 125.000
ha und liegt zwischen zwei unabhängigen Bergketten in den
Staaten Lara und Portuguesa. Brüllaffen, Brillenbären, Hirsche
und Ameisenbären können in dem Park beobachtet werden.
Am Fuße der Anden liegend, erstreckt sich der Nationalpark
Yacambú über etwa 14.580 ha tropischer Regenwälder und das
Quellgebiet des Flusses Yacambú. Die zerklüftete Landschaft
im östlichen Teil des Parks umfaßt die schöne Lagune El
Blanquito, die Angosturaschlucht und den erloschenen Vulkan
Sanare. Fauna und Flora ist in dem Park im Überfluß vorhanden,
unter anderem können Pumas, Füchse, Hirsche, Opossums und
eine Vielzahl von Vögeln, besonders Kolibris und Papageienarten,
und viele Echsenarten und Schlangen beobachtet werden. Der
Park kann von Sanare, Quibor und Cubiro aus erreicht werden,
und bietet Campingmöglichkeiten, Picknicplätze und Andenkenläden.
Cerro Saroche liegt im Herzen des Staates Lara und bedeckt
ein Gebiet von 32.294 ha Ebenen, Hügel und Berge. Die Landschaft
besteht hauptsächlich aus Heideland und die einheimische
Fauna besteht unter anderem aus Bergkatzen, Ameisenbären
und Webervögeln. Der Park kann über die Straße von Barquisimeto
aus erreicht werden.
Nördlich von San Felipe liegt der Nationalpark Yurubí.
Der Park liegt in einer Bergregion und bedeckt eine Fläche
von 23.670 ha. Die Landschaft ist von dichter, tropischer
Vegetation geprägt, die von den Flüssen Yurubí, Guayabito,
und Carabobo durchzogen wird. Der Regenwald geht ab einer
Höhe von 1000 bis 2000 m in Nebelwald über und die feuchte
Luft begünstigt das Wachstum vieler Baumfarne, Orchideen
und Bromelien. Die Tierwelt zeigt das Ozelot, Wildmeerschweinchen,
Tapire und viele Reptilienarten. Der Park ist von großer
ökologischer Bedeutung und schützt das Becken des Flusses
Yacambú, das Wasserreservoir von San Felipe. Der Park kann
leicht über die Straße erreicht werden.
(alle Landkarten sind via Mausklick vergrößerbar und werden
in einem neuen Fenster geöffnet, da die Karten ca. 100-150
kb groß sind kann dies einige Zeit dauern.)
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